knueppelknecht » unterwegs http://www.knueppelknecht.de es gibt viel zu tun... Tue, 19 Feb 2013 16:43:57 +0000 en-US hourly 1 http://wordpress.org/?v=4.3.11
Stimmungsvoller Mädelsabend – Delain auf “We Are The Others”-Tour in Aschaffenburg http://www.knueppelknecht.de/2012/10/stimmungsvoller-madelsabend-delain-auf-we-are-the-others-tour-in-aschaffenburg/ http://www.knueppelknecht.de/2012/10/stimmungsvoller-madelsabend-delain-auf-we-are-the-others-tour-in-aschaffenburg/#comments Sat, 20 Oct 2012 20:08:32 +0000 http://www.knueppelknecht.de/?p=2981 Delain - Charlotte Wessels

Delain – Charlotte Wessels

Nachdem man auf das neue Album von Delain länger warten musste, als es der Band selbst lieb war, und mein letztes Konzert der Holländer schon eine Weile zurück lag, nahm ich die Ankündigung eines Halts der “We Are The Others”-Tour in Aschaffenburg mit Freude auf. Dank des eigenen fahrbaren Untersatzes war der Weg zum Colos-Saal zum Feierabend recht schnell bewältigt. Vor dem Club standen wie immer die Raucher und ich bekam auch noch ein Ticket angeboten. Dank der Reservierung war das aber nicht nötig.

Bis zum Beginn war noch genug Zeit für ein alkoholfreies Hefeweizen und die Platzwahl vor der rechten Bühnenseite. Reichlich Platz vor der Bühne gab es zu dem Zeitpunkt auch noch und wieder begann die erste Band noch vor der angekündigten Zeit.

Señorita Nocte

Señorita Nocte

Die Spanier von Señorita Nocte hatten es zu beginn nicht ganz einfach, konnten aber schnell überzeugen und das Publikum vorwärmen. Mit spanischen und englischen Texten, gotisch-rockiger Musik und allerlei Bühnenaktion boten sie ein schönes wenn auch kurzes Set. Die kleine Sängerin Ana animierte die Anwesenden zum Mitmachen und mitsingen, die Stimmung stieg allmählich.

69 Chambers - Nina Vetterli-Treml

69 Chambers – Nina Vetterli-Treml

Schon während des Umbaus präsentierte sich Nina Vetterli-Treml von 69 Chambers in Straps und Lederstreifen-Wickel-Kleidchen. Die Pause war dennoch kurz und die Schweizer griffen die Stimmung direkt auf. Etwas krachiger, schneller und metallischer kam die Musik aus den Boxen. Und was ich beim Probehören am Vormittag noch für die Beiträge eines Sängers hielt, entpuppte sich als astreines Gegrunze der Sängerin selbst. Inzwischen hatte sich das Colos-Saal auch weiter gefüllt, Köpfe nickten und es wurde sich zaghaft bewegt. Eine ordentliche Vorstellung der zweiten Band war es allemal und das Publikum bereit für die Stars des Abends.

Für diese wurde natürlich umgebaut, auf der Bühne tummelten sich die Roadies und brachten die Instrumente von Delain zum Vorschein, die bisher von schwarzen Decken verhüllt waren. Auch die schon bekannte Treppe in der Mitte der Bühne wurde installiert. Und dann war es soweit, unter Jubel kamen die Jungs auf die Bühne und starteten ihr Set. Der Beifall nahm natürlich nochmals zu als Charlotte Wessels die Bühne zu den ersten Zeilen von “Mother Machine” betrat.

Delain - Charlotte Wessels

Delain – Charlotte Wessels

Damit war der Einstieg in ein großartiges Konzert der Niederländer gelungen und riß alle Anwesenden sofort mit. Zwischen die neuen Songs wurden natürlich auch welche von den beiden vorangegangenen Alben gemischt. Gleich mehrere Songs von April Rain hintereinander heizten die Stimmung weiter an.

Zwischen den Songs brach mehrfach minutenlanger Jubel aus, der ein Weiterspielen leicht verhinderte. Der Band gefiel das sehr gut und sie revanchierte sich mit ihrer Musik. Selbst die Zwischenkommentare, welche laut Setlist vorgesehen waren, waren nicht mehr nötig, gaben die Anwesenden doch die Antworten bereits vor der Frage “Wollt ihr mehr”.

Die Pause nach dem regulären Teil fiel dann auch entsprechend kurz aus, war doch bereits die ganze Zeit klar, dass mehr gewollt wurde. Und es waren ja auch noch wichtige Songs offen. Den Höhepunkt erreichte die Stimmung dann beim titelgebenden
Song des neuen Albums “We Are The Others” und dem obligatorischen Schluß mit “The Gathering”.

Der Abend im Colos-Saal war mal wieder der absolute Wahnsinn, Delain haben das Haus gerockt wie kaum jemand vorher.

Dank u wel.

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“Show us your horns” – An Evening with Dimmu Borgir in der Batschkapp http://www.knueppelknecht.de/2012/06/show-us-your-horns-an-evening-with-dimmu-borgir-in-der-batschkapp/ http://www.knueppelknecht.de/2012/06/show-us-your-horns-an-evening-with-dimmu-borgir-in-der-batschkapp/#comments Fri, 22 Jun 2012 16:46:30 +0000 http://www.knueppelknecht.de/?p=2925 Dimmu Borgir

Dimmu Borgir

Für mich ist es runde 15 Jahre her und mein Begleiter und ehemaliger Kollege @kopfkind hatte Dimmu Borgir noch gar nicht gesehen. Und weil wir beide mal wieder gemeinsam mit den Köpfen nicken und laut Musik hören wollten, verabredeten wir uns zu einem Evening with Dimmu Borgir in der Batschkapp in Frankfurt. Nun kann man die Norweger mögen oder nicht, dazwischen gibt es nicht viel. Kommerz wird ihnen vorgeworfen und die verwendeten Symbole sind oft leicht neben dem guten Geschmack. Immerhin hängt keine politische Aussage an der Verwendung von Runen, auch wenn ich beim Betreten des Clubs über die doch recht großen Zeichen verwundert war.

Nun denn, es war ja ein “Abend mit …”, demzufolge spielte keine Vorband und es ging entsprechend spät los. Die Batschkapp war trotz der Uhrzeit an einem Mittwoch gut gefüllt, was sicher auch daran lag, dass es sich um das einzige Konzert dieser Reihe in Deutschland handelte. Es blieb aber immernoch so viel Platz, dass man sich ohne arges Drängeln zur Bar und zurück begeben konnte, denn ein Bierchen gehört zu einem solchen Konzert schon dazu.

Shagrath - Dimmu Borgir

Shagrath – Dimmu Borgir

Eröffnet wurde gleich mit mehreren Klassikern der früheren Alben, insbesondere von Enthrone Darkness Triumphant, welches von Sänger Shagrath als besonders wichtig für die Band hervorgehoben wurde. Sicher waren viele der Anwesenden darüber erfreut, hat sich die Musik der Band in den Jahren doch sehr gewandelt. Und mit erhobenen Pommesgabeln und Jubel wurde die Band gefeiert.

Inmitten dieser guten Stimmung jedoch gab es eine scheinbar ungeplante Unterbrechung. Das Playbackband für die Orchesterbegleitung lief ganze zwei Stücke weiter, während die komplette Band hinter der Bühne verschwunden war. Als erster kam der Dummer zurück an sein Schlagzeug und holte das Publikum mit einem Solo wieder zurück ins Konzertgeschehen. Man kann nur raten, was da los war, sowohl Sänger als auch Keyboarder hatten neue Outfits an, der Letztere auch neues Makeup. Dieser Pause folgten jetzt mehrheitlich Stücke des aktuellen Albums Abrahadabra, die einen weit höheren orchestralen Anteil haben, die aber auch mehr auf Pop gebürstet sind und zum Mitgröhlen einladen.

Das passierte auch reichlich, wie aufgefordert wurden die Metal Horns nach oben gereckt und mit den Köpfen genickt. Bei der ausgesprochen guten Stimmung war es nicht verwunderlich, dass die Zugaben direkt eingefordert wurden. Zwei Stücke gabs nochmal, bei denen alles gegeben wurde. Und am Ende flogen Drumsticks und Picks ins Publikum. Und trotz knapp 20 gespielten Stücken waren wir nach ca. 2 Stunden recht verschwitzt aber zufrieden auf dem Heimweg.

Dank u wel.

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Laute Musik vor schöner Kulisse – ein Tagesausflug zum Metalfest West http://www.knueppelknecht.de/2012/06/laute-musik-vor-schoner-kulisse-ein-tagesausflug-zum-metalfest-west/ http://www.knueppelknecht.de/2012/06/laute-musik-vor-schoner-kulisse-ein-tagesausflug-zum-metalfest-west/#comments Tue, 19 Jun 2012 16:39:34 +0000 http://www.knueppelknecht.de/?p=2875 Metalfest West 2012 auf der Loreley

Metalfest West 2012

Dass wir zusammen zu einem Konzert gehen konnten, ist meiner @Frau_Frosch und mir schon eine Weile nicht gelungen, und auch dieses Mal ist dem freundlichen Eingreifen der Großeltern unserer Kinder zu verdanken, dass wir ein weiteres gemeinsames Erlebnis dieser Art verbuchen konnten. Da wir nämlich beide Kleinen über Nacht in die Obhut von Oma und Opa geben konnten, bekam der Wunsch meiner besseren Hälfte, Swallow the Sun auf dem Metalfest auf der Loreley zu sehen, plötzlich Nachdruck. Und nach entsprechenden Vorbereitungen und einigen rausgearbeiteten Stunden im Büro gings am Freitagnachmittag in Richtung Mittelrheintal.

Auf dem Parkplatz bot sich uns eine passende Lücke, die zumindest bei der Ankunft für einen zügigen Heimweg tauglich schien. Und auch die noch immer erhältlichen Tagestickets waren schnell gekauft, die Bändchen an die Handgelenke gestanzt bekommen und das Festivalgelände entern nahm kaum mehr Zeit in Anspruch. Und so marschierten wir zu den Klängen von Powerwolf in die Arena, das Freilichttheater auf der Loreley ein. Eine ausführliche Runde über das Festivalgelände inklusive einer Überprüfung des Merchandising- und Nahrungsangebots folgte. Dabei kamen wir auch das erste Mal ins nur mäßig gefüllte Festival-Zelt mit der zweiten Bühne, auf der sich gerade Emergency Gate einen abbrachen. Mit dem Outfit und der Surfer-Frisur des Sängers wirkten die arg prollig und auch musikalisch sprach uns ihr Nu Metal nicht sonderlich an, weshalb wir schnell wieder ins Freie gingen.

Eluveitie

Eluveitie

Dort sollten wir auch inzwischen Plätze einnehmen, denn der erste Wunsch von @Frau_Frosch sollte sich gleich erfüllen, als Eluveitie die Freilichtbühne betraten. Die Show war ganz gut, die Stimmung ganz ordentlich und nachdem wohl der letzte Auftritt auf der Loreley im Stau verpasst wurde, waren die Schweizer froh, für die Festivalbesucher spielen zu können. Und @Frau_Frosch tanzte zum ersten Mal an diesem Festivaltag.

My Sleeping Karma

My Sleeping Karma

Anschließend gings zurück ins Zelt, wo My Sleeping Karma zu Recht heftig umjubelt wurden. Wir hatten im Vorfeld schon das eine oder andere Stück im Internet vorgehört und wurden durch die Performance in unserer Vorfreude bestätigt. Rein instrumental zeigten sie Spielfreude und stellten ihre progressiven Klangexperimente ohne viel Schnickschnack auf der Bühne vor. Für uns ein klares Highlight und auch wenn die Jungs selbst sich wohl nicht ganz so passend für das Metalfest hielten, lieferten sie einen astreinen Gig mit minutenlangem Jubel im gut gefüllten Zelt.

Behemoth

Behemoth

Nicht ganz so schlicht gestaltete sich die Show von Behemoth, die ich unbedingt sehen wollte und die jetzt auf der Hauptbühne begann. Neben Corpse Paint gabs reichlich Nebel und düstere Deko. Und auch mit Feuer wurde nicht gespart. Brennende Mikros und Feuersäulen auf der Bühne gaben ein beeindruckendes Bild und unterstrichen die Musik der Polen. Und am Ende gabs auch noch schwarzen Glitterregen, der offensichtlich direkt aus der Hölle kam. Eine gewaltige Show wars auf jeden Fall.

Frau_Frosch und Swallow the Sun

Signing-Session

Bisher hatte das Wetter übrigens sehr gut mitgespielt und uns reichlich Sonnenschein mit ein paar Wolken geboten. Der angekündigte Regen blieb jedoch nicht aus, sondern setzte kurz vor Sonnenuntergang ein. Diese Mischung bescherte uns dann einen fantastischen doppelten Regenbogen über dem Festival-Zelt und einen romantischen Sonnenuntergang zur Signing-Session von Swallow the Sun. Bei diesem Anblick zeigte sich so manch weicher Metaller-Kern, es wurde reichlich Fotos von der herrlichen Kulisse in Abendstimmung gemacht. Und auch ich machte ein paar Fotos, auch von @Frau_Frosch und ihrer neuen Lieblingsband.

Nebenbei hörten wir Edguy aus der Ferne und ich fragte mich warum eine Band auf einem Festival ihre Kollegen und Mitstreiter so dissen muss und auch das Publikum als Ficker bezeichnet. Gehts noch? Zur Strafe ging ihr Schlagzeug kaputt, was allerdings nur zu weiteren verbalen Verfehlungen führte. Geschenkt, wegen Edguy war ich ja auch nicht hier.

Aber wegen Septicflesh, die ich vor ein paar Jahren gesehen hatte. Schon damals gefiel mir die Show, wenn sie auch kurz war. Dieses Mal hatten die Griechen etwas mehr Zeit und die nutzten sie auch, um das Zelt so richtig aufzuheizen. Solide gespielt und immer schön mit dem Publikum interagierend, boten Septicflesh einen tollen Slot, in dem sie ihr aktuelles Album würdig vorstellten und den sie mit einem Knaller abschlossen. Einfach groß!

Für uns blieb nun eigentlich nur noch ein Act auf der Wunschliste, dafür sollten wir aber bis zu Schluss des Festivaltages warten. In der Zwischenzeit spielten noch Kreator ihren Headliner-Auftritt, den wir nur aus weiter Ferne beim Waffel holen sahen und hörten. Immerhin war das Freilichttheater bis weit hinter die Ränge gefüllt und die Mehrzahl der Besucher genoß die Show.

Orange Goblin

Orange Goblin

Parallel dazu spielten mit Orange Goblin waschechte Stonerrocker auf. In ranzigen Shirts, jeder Menge Tattoos und viel Bart, wie man sich das vorstellt, die Flasche Jack Daniels im Anschlag und gut gelaunt. Offensichtlich genoß man den Jubel und der Sänger konnte nicht anders, als einen Ausflug ans Absperrgitter zu wagen, eine Band zum Anfassen sozusagen. Ich hatte ein bischen das Gefühl, dass hier auch ein bischen überzogen wurde, die Hinweise der Ordner zum Ende des Auftritts wurden zunächst ignoriert und noch ein Song gespielt. Wirklich schlimm war das aber nicht, da die nächste und für den Abend letzte Band bereits zum Aufbau bereit stand.

Swallow the Sun

Swallow the Sun

Und den Aufbau nahmen Swallow the Sun wieder selbst vor. Kein Roadie, der ihnen die Instrumente auf die Bühne schleppt und verkabelt, das wird schön selbst gemacht. Und entgegen meiner sonstigen Gewohnheit stand ich dieses Mal mit ganz vorn, da meine @Frau_Frosch ein Fan der Frontrow Awesomeness ist. Ich bin mir nicht sicher, ob es an der Position da ganz vorne lag, aber Sänger Mikko war etwas zu leise abgemischt. Entsprechende Zeichen von ihm in Richtung Mischpult brachten im Verlaufe der Show etwas Besserung. Das Set glich bis auf ein paar Abweichungen am Ende dem der vorangegangenen Tour mit Paradise Lost. Im Zelt wurde gejubelt und die @Frau_Frosch war glücklich, alles richtig gemacht.

Eine Stunde hatten die Finnen zum Abschluss des Festivaltages nach Mitternacht Zeit, danach hieß es für uns den Heimweg anzutreten. Allerdings mussten wir uns zunächst einen Ausweg suchen, denn im Laufe des Tages wurden einige Zelte auf dem Parkplatz aufgebaut, so dass Zu- und Ausfahrten eigentlich nicht mehr existierten. Ein Anzeichen der an verschiedenen Stellen bemängelten schlechten Organisation auf Park- und Campinggelände. Wir jedenfalls fanden dann nach einigem Suchen und Wenden einen Weg über Lücken in den Parkreihen und konnten so die Heimfahrt von einem gelungenen Festivalausflug antreten.

Dank u wel.

EDIT: Im Interesse eines besseren Erzählverlaufes stimmt die Bandreihenfolge an einer Stelle nicht mit der Running Order überein. Ich bitte das zu entschuldigen.

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In der Hitze der Batschkapp – Swallow the Sun und Paradise Lost http://www.knueppelknecht.de/2012/05/in-der-hitze-der-batschkapp-swallow-the-sun-und-paradise-lost/ http://www.knueppelknecht.de/2012/05/in-der-hitze-der-batschkapp-swallow-the-sun-und-paradise-lost/#comments Mon, 14 May 2012 19:53:46 +0000 http://www.knueppelknecht.de/?p=2850 Swallow the Sun

Swallow the Sun

Das aktuelle Album von Paradise Lost ist Anlass für die derzeitige Europa-Tour, die auch Station in der Batschkapp in Frankfurt machte. Doch obwohl mir “Tragic Idol” echt gut gefällt, fiel der Entschluss zum Ticketkauf erst mit der Ankündigung, dass Swallow the Sun den Support übernehmen. Und ich konnte auch @carstenpoetter mal wieder als Begleiter zum Konzert gewinnen. Gerade als ich an der Batschkapp ankam gab es einen heftigen Gewitterguss, der nach dem heißen Tag für etwas kühle Luft vor dem Klub sorgte. Leider nur davor, im Inneren des Konzertraums hatte sich die Wärme des Tages gespeichert und wurde durch die Anwesenden noch erhöht. Schon ohne Bewegung stand uns bald der Schweiß auf der Stirn.

Die angekündigten Vreid habe ich nicht mitbekommen, vielleicht waren sie aber auch gar nicht da, was ich fast annehme. Und so starteten recht überraschend Swallow the Sun mit ihrem Set. Dieses bestand aus ganzen sieben Stücken, von denen die meisten vom aktuellen Album “The Emerald Forest and the Blackbird” stammten. Aber auch richtig “alte” und solche von letzen Album sorgten bei den meisten für nickende Köpfe und gute Stimmung.

Abgesehen von der Kürze des Auftritts hat mich eigentlich nur eines gestört. Dass es nämlich scheinbar derzeit Mode ist, bei Konzerten im Publikum zu stehen und gegen die Musik anzuschreien, weil die Musiker das ausführliche Gespräch stören. Verdammt nochmal, klärt das doch draussen!

Paradise Lost

Paradise Lost

Draussen versuchten wir dann auch im Anschluss ein wenig Frischluft zu tanken und an der Garderobe ein Bier zu bekommen, was dort schneller ging als drinnen an der Bar. Dort wurde es nämlich immer voller und ein durchkommen gestaltete sich immer schwieriger. Auch der Weg zur Bühne war nicht mehr zu nehmen, weshalb wir den Beginn des Auftritts von Paradise Lost aus einiger Entfernung mitnahmen.

Heiß, rockig, laut, alles was zu einem ordentlichen Konzert gehört, wurde geboten. Ein Querschnitt durch das bisherige Schaffen der Engländer, gespickt mit Aktuellem. Und zu einem der neuen Stücke wagte ich mich auch etwas weiter nach vorn, was sich als schwerer herausstellte als gedacht und bei den zu passierenden Gästen nicht wirklich auf Gegenliebe stieß. Dennoch konnte ich hier einen bessern Blick auf die Bühne erhaschen.

Da ich bei der Aktion meinen Begleiter verloren hatte und wegen der Hitze ein frisches Bier angebracht war, gings erstmal wieder nach draussen. Dort traf ich auch Carsten wieder. Den Rest des Konzerts sahen oder besser hörten wir dann von der Tür aus. Immerhin war es hier nicht so eng und die Luft besser. Wirklich lange mussten wir dort allerdings nicht ausharren, recht schnell war die reguläre Show rum und mit der Zugabe bot sich wieder etwas Platz.

Die letzten vier Stücke vergingen nun ebenfalls wie im Flug, bei extrem guter Stimmung und lautstark mitsingendem Publikum bestritten Paradise Lost ihr Finale kurz nach Zehn. Mit anderen Worten, der Konzertabend war ungewohnt zeitig zu Ende und die Klubsicherheit machte uns unmissverständlich klar, dass wir jetzt auch lange genug da waren.

Immerhin bot sich am Merchandising-Stand die Gelegenheit mit den Finnen von Swallow the Sun ein paar Worte zu wechseln und ein Bierchen zu trinken. Ich hatte es ja nicht anders erwartet, aber die Jungs sind sehr entspannt drauf und super freundlich, immer zu einem Spaß aufgelegt. Herrlich.

Nach einem kurzen Abstecher in den Elfer war dann aber wirklich Feierabend, um per ÖPNV die Heimreise von einem erlebnisreichen Konzertabend anzutreten.

Dank u wel.

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Eine Party unter Freunden – Mono & Nikitaman in der Batschkapp http://www.knueppelknecht.de/2012/01/eine-party-unter-freunden-mono-nikitaman-in-der-batschkapp/ http://www.knueppelknecht.de/2012/01/eine-party-unter-freunden-mono-nikitaman-in-der-batschkapp/#comments Thu, 19 Jan 2012 21:09:58 +0000 http://www.knueppelknecht.de/?p=2827 Mono & Nikitaman in der Batschkapp

Mono & Nikitaman in der Batschkapp

Im November hatte ich meinen Freund @schleppo mit zum Konzert geschleppt, nun war ich dran, den Gegenbesuch bei seinen Favoriten zu machen. Vorbereitet hatte ich mich auf Mono & Nikitaman mit den kompletten 5 Freistunden für Januar bei simfy. In Schwung kam ich dabei schonmal, ein bischen mit dem Kopf nicken und den Knien wippen. Und das obwohl die Musik sonst nicht so ganz meinem Style entspricht.

Die Gruppe um @schleppo und mich traf sich vor der Batschkapp. Da es keine Vorband gab, war Gelegenheit für ein bischen Schnacken, auch mit Herrn @sparta644 der überraschend ebenfalls da war, und ein-zwei Bierchen bis zum Start der Show.

Der riss dann sofort alle mit, es wurde getanzt und gesprungen, gejubelt und gesungen. Und auch die Akteure auf der Bühne gaben sich Mühe, das Publikum in eine fette Party zu reißen. Das gelang hervorragend.

Keiner stand still, alles war außer Kontrolle und gut drauf. Das lag sicher auch zum Teil an Rauschmitteln aus Heimanbau, die Batschkapp war gefüllt von Schwaden süßen Rauchs. Das passt ja auch irgendwie zur Musik und der darin beschworenen entspannten Lebensart. Dennoch ging es immer wieder gut zur Sache, sowohl musikalisch als auch in deutlichen Ansagen gegen Rechts. Feindseeligkeit hat eben im Leben und auf einer Party unter Freunden nichts zu suchen. Von Osten nach Westen wird gemeinsam gefeiert.

Gegen Ende gab es dann auch noch ein paar leisere Töne in gedämpfterem Licht, als beruhigenden Abschluss ließen Mono & Nikitaman die Zeit stillstehen und schickten die Frankfurter entspannt und zufrieden nach Hause. Mir hat mein erstes Konzert der Beiden und ihrer Band gut gefallen, das aktuelle Album steht auf Vinyl im Schrank und ich werde sicher wieder kommen, dann auch wieder mit meinen Freunden Ann, Lars und Joe.

Dank u wel.

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Last Fair Day Gone Night – Katatonia in Köln http://www.knueppelknecht.de/2011/05/last-fair-day-gone-night-katatonia-in-koln/ http://www.knueppelknecht.de/2011/05/last-fair-day-gone-night-katatonia-in-koln/#comments Tue, 10 May 2011 19:16:56 +0000 http://www.knueppelknecht.de/?p=2620 Jonas Renske im Nebel

Jonas Renske im Nebel

Im letzten Jahr legte die Ankündigung für das Konzert von Katatonia in der Batschkapp den Grundstein für das Zusammentreffen mit meiner @Frau_Frosch, und so ist es nicht verwunderlich, dass wir die Chance einer weiteren Show der Schweden nicht ungenutzt ließen.

Am Morgen wurde der Wagen von der Autovermietung abgeholt und gegen Mittag gings Richtung Köln. Dort angekommen hatten wir noch etwas Zeit für einen Bummel durch die Innenstadt, etwas Shopping und die Besichtigung des Kölner Doms von innen, das hatte ich nämlich bisher nie geschafft.

Zum Glück hatten wir das Auto bereits am Nachmittag auf dem Parkplatz des Bürgerhaus Stollwerck abgestellt, denn rund um das Veranstaltungshaus waren keine sonstigen Stellplätze mehr zu finden. Dort war auch schon eine Menge los. Vor, um und im Haus lauter Gestalten in schwarzen Shirts, Jeanskutten und meist langen Haaren.

Katatonia live in Köln

Katatonia live in Köln

Am Merchandisingstand herrschte reger Andrang, und obwohl es erst das zweite Konzert der Tour war, gab es schon nicht mehr alle Artikel, vor allem das Tourshirt und die Girlieshirts waren bereits vergriffen. Schade.

Da es keine Vorband gab, konnten wir direkt in die Show von Katatonia starten, die pünktlich mit dem ersten Teil in Form des kompletten Albums “Last Fair Deal Gone Down” begannen. Die Position vorn rechts in der Menge verließen wir allerdings recht bald, da die Gitarrenrückkopplungen aus den Boxen vor uns sehr laut waren und den Genuss etwas schmälerten.

Auf der Empore hatten wir dann aber ganz gut Sicht und der Sound war hier auch besser. Ich mag das Album sehr, “Sweet Nurse” wegen der scheinbaren Leichtigkeit in der Melodie und dem inhaltlichen Gegensatz ganz besonders.

Dem ersten Teil der Show folgte eine fast halbstündige Pause, die zum weiteren Einkauf von Devotionalien und Getränken genutzt wurde. Und um sich mal eine Weile auf den Treppen zu setzen und auszuruhen. Für den zweiten Showteil entschieden wir uns dann für einen Platz direkt hinter dem Mischpult, etwas luftiger und mit ausreichend Platz vor uns, um noch was auf der Bühne zu sehen.

Eröffnet wurde dieser Part mit dem Stück “Brave”, und ja, Herr Renske kann es, das Grunzen, sehr zu unserer Freude. Es folgte ein Querschnitt durch die letzten 20 Jahre Bandgeschichte. Über “My Twin”, “I Break” und “Right Into The Bliss” gings Richtung aktuellem Album “Night Is The New Day”. Wohl jeder wird dabei einen seiner Lieblingssong gehört haben.

Etwas störend war das Gequatsche von zwei jungen Herren, die in unserer direkten Nähe standen und sich über die anderen Fans lautstark lustig machen mussten. Aber solche Typen gibts immer, die brauchen nen kleinen Hinweis und dann sind die auch wieder ruhig.

Die Zugabe wurde mit “Forsaker” beendet und entließ uns Fans gut gelaunt und zufrieden in die Nacht. Und durch diese ging die Heimreise bei erbärmlichem Licht des Mietwagens. Damit wurde die Fahrt zwar eine Herausforderung, die tollen Erinnerungen an einen großartigen Konzertabend mindert das aber nicht.

Dank u wel.

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Nachtanz im Mai – Bodi Bill die Zweite im Mousonturm http://www.knueppelknecht.de/2011/05/nachtanz-im-mai-bodi-bill-die-zweite-im-mousonturm/ http://www.knueppelknecht.de/2011/05/nachtanz-im-mai-bodi-bill-die-zweite-im-mousonturm/#comments Mon, 02 May 2011 07:26:03 +0000 http://www.knueppelknecht.de/?p=2690 Bodi Bill mit Knochen

Bodi Bill mit Knochen

Der aufmerksame Leser wird es wissen, Bodi Bill habe ich in den letzten Jahren schon häufiger gesehen. Und jedes Mal war ich in guter Begleitung, meist gleich in ganzer Gruppe. So auch dieses Mal, als es zum Zusatzkonzert in den Mousonturm ging.

Die Tickets für die reguläre Show unter dem Motto Tanz in den Mai hatten wir irgendwie verpasst und so fiel der Männerabend dann auf den Sonntag. Hauptsache, wir kamen mal wieder zusammen.

Als Support sollte Touchy Mob sich ums Aufwärmen kümmern, zunext allerdings übernahm er die Aufgabe des Merchandising-Händlers. Für uns gab es natürlich viel zu erzählen, und so standen wir vor dem Studio im Mousonturm zusammen und schwatzten bei einem Bierchen. Und dort blieben wir auch noch während dem Set von Touchy Mob. Das fing rein akustisch mit Gitarre und Gesang an, entwickelte sich aber dann doch recht überraschend zu einem voll instrumentierten Ein-Mann-Projekt mit ganz ordentlich Schwung. Leider verstand es das Publikum nicht so ganz und blieb lange Zeit recht frech im hinteren Teil des Raumes auf den Stufen sitzen.

Für Bodi Bill war das Studio dann wie geschaffen, denn sie sind ganz klar eine Club Band. Größere Räume wären völlig unangebracht, geradezu störend. Denn im direkten Kontakt mit dem Publikum drehen die Berliner so richtig auf, sie binden die Zuschauer mit ein, sei es zum Winken mit dem Knochen, tanzend oder auf einer der Runden durch den Saal, die natürlich auch dieses Mal nicht fehlten.

Und dazu gab es den gewohnten Bodi Bill Sound, minimalistisch, aber vielfältig, die synthetischen Klänge bereichert um Gitarre oder Geige. An manchen Stellen verspielt, lang und sehr experimentell, zum Teil so lange, bis Publikum nicht mehr mitmacht. Das passiert aber nicht nicht, was dann leider zu ein paar etwas eintönigen Längen führte. Dafür krachte dann der nexte Song umso mehr.

Nur eine sehr kurze Pause trennte den regulären vom Zugabenteil, scheinbar ungeübt wurde ein Stück gespielt, von dem die Jungs hofften, dass es allen gefällt. Da die Zeit inzwischen doch schon recht weit fortgeschritten war, kümmerten wir und währenddessen um die Rückgabe des Leergutes, denn so jung sind wir dann doch nicht mehr. Willem war dann unser Finale, Zeit nach Hause zu fahren. Natürlich hätte ich gern noch das schwarze Shirt gekauft, aber schon längere Zeit gibts das wohl nur noch winzigen Größen für die Girls. Naja, ich hab das Geld in die Heimfahrt per Taxi investiert.Den Jungs hätte ichs nach diesem Abend aber auch gern gegeben.

Dank u wel.

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Ziltoid bringt die Wall of Sound ins Colos-Saal – Devin Townsend Project live http://www.knueppelknecht.de/2011/03/ziltoid-bringt-die-wall-of-sound-ins-colos-saal-devin-townsend-project-live/ http://www.knueppelknecht.de/2011/03/ziltoid-bringt-die-wall-of-sound-ins-colos-saal-devin-townsend-project-live/#comments Thu, 24 Mar 2011 07:07:54 +0000 http://www.knueppelknecht.de/?p=2671 Devin Townsend

Devin Townsend

Nach Ascheberch ins Colos-Saal fahr ich ja echt gern, die Anlage dort ist einfach spitze und der Sound ist immer super abgemischt. Und das ist gerade bei einem Künstler wie Devin Townsend äußerst wichtig. Der war zu Gast mit seinem Devin Townsend Project, was für mich ein guter Grund war, mich mal wieder auf die Reise zu machen.

Nach einem ersten Bierchen zur Erfrischung nach dem Arbeitstag und dem obligatorischen Begutachten des Merchandisingstandes eröffneten Aeon Zen den Abend. Die Musik wird komplett von dem 21jährigen Musiker Rich Hinks gechrieben, eingespielt und zum Teil auch gesungen, für die Tour mit Devin Townsend war dann aber doch eine ganze Band mit Sänger unterwegs. So recht einordnen läßt sich die Musik nicht, aber die Jungs hatten Spaß und konnten auch das Publikum erfolgreich zum Mitmachen animieren. Aufgabe als Vorband somit voll erfüllt.

In der Pause für den Umbau gabs dann allerfeinstes Trash Radio aus den Boxen, Ziltoid Radio brachte Euro Dance der frühen 90er Jahre bis heute, sehr zur Erheiterung des angereisten Metalpublikums. Als Höhepunkt erschallte der Song vom Vengabus aus den Boxen und stellte den Startschuß zur Show des Devin Townsend Projects dar.

Und los gings, der Titelsong des aktuellen Albums Addicted riss alle sofort mit und auch Supercrush zeigte direkt die Richtung, in welche das Konzert gehen sollte.

Nach den beiden Songs jungeren Datums war es an der Zeit mit älteren Stücken die Landung Ziltoids zu feiern. Dies geschah so ausgelassen und heftig, das Devin sich eine blutige Augenbraue holte und die Show für einen kurzen Moment unterbrochen werden musste.

Allerdings ist der Schöpfer von Ziltoid hart im Nehmen und so ging die intergalaktische Party weiter. Mit jedem Song stieg die Stimmung und die Freude aller Beteiligten. Und entsprechend groß war die Resonanz auf die Aufforderung, bei der Zugabe die Bühne zu besteigen und vollig verrückt zum cheesiest Song “Bend It Like Bender” zu tanzen.

Natürlich war es schade, dass Anneke van Giersbergen nur bei einigen Konzerten dieser Tour mit auf der Bühne stand, aber so hat es mich immerhin unten im Publikum gehalten und ihr kommt in den Genuss des Videos. Es war der letzte Song, für mich gabs noch ein T-Shirt und nach einem Blick auf die Uhr nahm ich die Beine in die Hand und begab mich zum Bahnhof. Das klingt jetzt recht gemütlich, war es aber nicht. Um 2 Minuten nach Elf im Colos-Saal gestartet, erreichte ich genau in dem Moment den Bahnsteig, als der 23:10er ICE in den Bahnhof einfuhr.

Um Luft ringend, schwitzend und japsend nahm ich Platz im Zug. Zurück in Frankfurt hatte ich mich dann wieder erholt und auch wieder Netz, denn E-Plus hat mich an diesem Abend völlig im Stich gelassen. Und auch wenn ich darüber wahnsinnig sauer war, hatte ich doch ein tollen Abend auf einer Metalparty der außerirdischen Art.

Dank u wel. (Außer E-Plus!)

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Da fehlt ja noch so Einiges – was gab es noch 2010 http://www.knueppelknecht.de/2011/01/da-fehlt-ja-noch-so-einiges-was-gab-es-noch-2010/ http://www.knueppelknecht.de/2011/01/da-fehlt-ja-noch-so-einiges-was-gab-es-noch-2010/#comments Sat, 01 Jan 2011 13:45:28 +0000 http://www.knueppelknecht.de/?p=2502 Kurz vor Ende eines Jahres gibt es überall Rückblicke, Zusammenfassungen, BestOfs usw. Und eigentlich gab es das auch hier jedes Jahr, so auch dieses Mal. Allerdings gibt es einen kleinen Unterschied zum Üblichen, denn ich mach das Ganze im neuen Jahr und muss außerdem noch den einen oder anderen Konzertbesuch beim knueppelknecht hinterlassen, denn im ersten Halbjahr hab ich das sträflich vernachlässigt. Ich möchte der veränderten Lebenssituation nicht direkt die Schuld geben, allerdings habe ich die Prioritäten für eine Weile etwas anders gesetzt. Daher sollen hier, natürlich nur in Kurzform, die Shows, Konzerte, Reisen erwähnt werden, die bisher auf diesen Seiten fehlten, deswegen aber nicht weniger spannend und toll waren.

Ein wunderbares Doppelpack – Delain und Nemesea in Rotterdam
Das erste echte Konzert des Jahres, nicht nur für mich, auch Nemesea und Delain spielten in Rotterdam ihr jeweils erstes Konzert für 2010. Delain habe ich ja im letzten Jahr mehrfach gesehen und nachdem Nemesea als Support bekannt gegeben wurden, musste ich nach Rotterdam fahren. Denn auf die Gelegenheit, Nemesea live zu sehen habe ich schon recht lange gewartet.

Die üblichen Reisevorbereitungen waren schnell getroffen, Bahn- und Konzertticket online gekauft, Reservierung im Hostel, natürlich aufgeladene Akkus für die Kameras und es konnte losgehen. Schon auf dem Weg gab es eine kleine Überraschung, beim Umsteigen in Venlo kam mir plötzlich Mariska entgegen. Unerwartet aber ein schöner Zufall. So konnte es weitergehen.

Überrascht war ich dann auch von Rotterdam selbst. Dass mich direkt vor dem Bahnhof Hochhäuser und spiegelnde Glas- und Stahlfassaden begrüßen, hätte ich nicht erwartet. Es ist eben eine echte Großstadt, mit den kleinen beschaulichen Städtchen, in denen ich sonst war, nicht zu vergleichen. Immerhin gab es dadurch ein Hostel mit annehmbaren Übernachtungspreisen.

Die Show wurde gleich mit einem neuen Stück von Nemesea eröffnet. Das war für mich ein gutes Zeichen, denn natürlich hoffe ich auf neues Material der Band.

Und auch Delain boten eine großartige Show, bei der im Vorfeld ein Special Guest angekündigt wurde. Ich hoffte auf George Oosthoek und ich wurde nicht enttäuscht. Nach der Show bekam ich die Gelegenheit, mit den Bands zu sprechen und so Neuigkeiten zu erfahren.

Shallow Life live – Lacuna Coil im Colos-Saal
Immer wenn LC in der Näe sind, muss ich einfach hin. Und zum Konzert in Aschaffenburg begleitete mich erstmals auch meine @Frau_Frosch.

Zwei Vorbands heizten dem Publikum ein, von denen Dommin ordentlichen Rock ablieferten und so das Publikum in bester Stimmung für die Italiener zurückliessen. Die habens dann richtig krachen lassen und den Saal zum kochen gebracht. Leider klappte ein Treffen nach der Show nicht, und die Ausrede, es gebe nur eine Dusche und das würde deshalb noch ewig dauern, man könne aber ruhig noch ne Stunde warten, fand ich jetzt nicht so toll. In leerem Saal bei vollem Licht während der Reinigung möchte man irgendwie auch nicht umsonst warten.

Zweimal in einem Monat – The Gathering live
Zunext stand der Besuch des Colos-Saal auf dem Plan, wo The Gathering im Rahmen ihrer Tour halt machten und damit mal in meine Nähe kamen. Allerdings glich ich das knappe zweieinhalb Wochen später wieder aus und flog nach Athen. Natürlich war das Konzert nur der Anlass, der den Zeitpunkt meiner Reise bestimmte, denn in Athen sind ja auch Freunde, die meinen Besuch bereits erwarteten. Im Colos-Saal war schon eine gute Athmosphäre, wie eigentlich immer bei The Gathering, was ich aber in Athen erleben durfte, toppte alles. Zwar war das Gagarin nicht ausverkauft, aber in den vorderen Reihen gab es tumultartiges Gedränge, es wurde, gesprungen, geschrien, geschubst und der ein oder andere flog auch über dem Publikum. Nicht nur meinen Freunden sondern dem gesamten griechischen Fanclub gilt mein Dank für diesen unvergesslichen Abend.

Kleine Runde im Keller – Russian Circles im Elfer
Kaum zurück aus Athen entschied ich mich zu einem spontanen Besuch des Elfer in Frankfurt, um die mir bis dahin unbekannten Russian Circles live zu erleben. Und Erleben trifft es ganz genau, denn es war ein Erlebnis, in dem kleinen Keller unter der Batschkapp, drei Jungs, die mit ganz normalen Instrumenten den Raum zu Träumen anregen und mit der Musik in eine andere Sphäre zaubern. Großartig!

Katatonia @ Batschkapp

Katatonia @ Batschkapp

Ein Glücksbringer auf ganzer Linie – Katatonia in der Batschkapp
Zur Batschkapp ging es direkt ein paar Tage später erneut. Doch das Konzert von Katatonia war ganz besonders, war es doch irgendwie der Grund für das Zusammentreffen mit @Frau_Frosch im Februar, denn die Tickets für dieses Konzert hatte ich bereits im Januar gekauft, beide – sowohl meins als auch eins für die Frau, die ich gern kennenlernen wollte. Der Abend war dann auch ganz groß, zusätzlich begleitet von @carstenpoetter der uns leider schon vor Ende der Show verliess. Da die Kamera mit leerem Akku keine Videos machen wollte, konnte ich mich ganz auf die Bühne konzentrieren, auf der Long Distance Calling das Einheizen übernahmen, und das taten sie mindestens genauso gut wie schon vor Opeth im Schlachthof.

Katatonia boten mit ihrer Show großes, fast alle Wünsche wurden erfüllt, lediglich ein oder zwei Songs fehlten. Dafür waren wir in der Musik gefangen und sangen mit und tanzten etwas, und irgendwie war der Abend nicht nur gut für die Ohren..

In königlichem Haus – Mark Knopfler in London
Eine weitere Reise, nach London, um meine Schwester zu besuchen, wie sich inzwischen herausgestellt hat, zum letzten Mal in der englischen Hauptstadt. Dafür bot sich uns dort ein königliches Erlebnis. Mit der ganzen Familie gings in die Royal Albert Hall, wo Mark Knopfler eines seiner acht Konzerte an diesem Ort für uns spielte. Und auch wenn ich eigentlich etwas zu jung für die Musik der Dire Staits und Mark Knopfler bin, konnte er mich mitreissen und einen tollen Abend bereiten.

Auch Kate Walsh, die nur am Piano oder der Gitarre akustisch das Vorprogramm bestritt, gefiel mir sehr gut, ihre CD musste ich direkt mitnehmen. Und sie bot mir mit ihrem Cover von EMFs Unbelievable einen gedanklichen Ausflug in meine Jugend, immerhin war EMFs Single damals meine erste eigene CD.

Ein Mädelsabend der besonderen Art – 30 Seconds To Mars in der Batschkapp
Was macht man(n), wenn er erfährt, dass eine der Lieblingsbands der Freundin zu einem Sonderkonzert in kleinem Kreis in der eigenen Stadt laden? Genau, er kauft zwei Tickets und überrascht die Frau damit. So geschehen durfte ich mich inmitten vieler junger Mädchen mit 30 Seconds to Mars auseinandersetzen. Mich trifft die Musik von Jared Lito jetzt nicht ganz so und auch sein Gehabe auf der Bühne sind, naja, doof. Aber den Mädels hat gefallen und die schrieen sich die Seelen aus dem Leib.


(Jay beeing rude to my girlfriend – yuck fou!)

Allerdings hätte der Typ da auf der Bühne nicht unbedingt meine Freundin blöd anmachen sollen. Bei ihr stehen 30STM jetzt nicht mehr ganz so hoch im Kurs. Tja, das kommt davon, wenn man sich die falsche für solchen Blödsinn aussucht.

Besuch von Freunden – Garcia plays Kyuss in der Batschkapp

Schon zweimal habe ich Sofia und Nikos in Athen besucht, in diesem Jahr kamen die beiden zu uns. Wir haben uns wahnsinnig grefreut und natürlich gab es auch wieder einen musikalischen Anlass, Garcia plays Kyuss in der Batschkapp brachte uns unsere holländischen Freunde Rob Snijders und Jacques de Haard nach Frankfurt. Und zusammen mit meinen beiden griechischen Freunden erlebte ich auf der Bühne in meiner Stadt die holländischen Freunde. In der völlig überfüllten Batschkapp war es allerdings nicht durchgängig auszuhalten, weshalb wir mehrfach nach draussen gingen und dort alle Geschichten austauschen konnten, die sich seit meinem Besuch in Griechenland ereignet hatten. Es war ein toller Abend mit Freunden und auch die nachfolgenden Tag in Frankfurt mit Sofia und Nikos waren wundervoll. Ihr seid immer herzlich willkommen!

Weil sie hier waren, war auch ich hier – Anathema in der Batschkapp

Anathema live in der Batschkapp

Anathema live in der Batschkapp

Und wieder gings in die Batschkapp, ein paar Tage später und diesmal allein, aber Anathema boten mir einen heißen Abend. Nicht nur weil der Sommer sich von seiner besten Seite zeigte, auch im Saal kochte die Luft, über zwei Stunden volles Programm, super Stimmung mit toller Musik. Anathema sind immer einen Besuch wert!

Ein Männerausflug zum Amphi Festival
Eigentlich schon lange geplant und überfällig war das Wochenende in Köln anlässlich des Amphi Festivals am Tanzbrunnen. Geplant und fällig deshalb, weil mein Freund Inya und ich schon länger planten, ein Wochenende zu campen, am besten in Verbindung mit Musik. Es gab nur ein paar Highlights, die uns im Vorfeld schon auf das warten liessen, die aber hatten es in sich.

Die Shows von Faderhead (mit dem auch ganz gut Wodka zu trinken war), Mesh, VNV Nation und vor Allem Front Line Assemby knallten richtig und beswcherten uns ein schönes Wochenende, an dem neben dem Festival und der Musik auch viel Zeit für den Bummel am Rhein und tolle Unterhaltungen zwischen Freunden blieb. Selbst der Regen am letzten Tag konnte uns die Laune nicht verderben.

Und damit sind wir fertig mit den angelegten aber bisher nicht veröffentlichten Events dieses Jahres. Es ist viel passiert, nicht nur musikalisch, auch persönlich hat das vergangene Jahr ne Menge bereit gehalten und mich angenehm überrascht. Es wird schwer, aber in diesem 2011 darf es ruhig so weitergehen wie 2010 aufgehört hat.

Dank u wel.

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Neumond in der Dunkelheit – Swallow the Sun in Mühltal http://www.knueppelknecht.de/2010/12/neumond-in-der-dunkelheit-swallow-the-sun-in-muhltal/ http://www.knueppelknecht.de/2010/12/neumond-in-der-dunkelheit-swallow-the-sun-in-muhltal/#comments Fri, 03 Dec 2010 17:42:05 +0000 http://www.knueppelknecht.de/?p=2522 The Sun isn't All We Swallow

The Sun isn't All We Swallow

Dieses Jahr stand bei Swallow the Sun ohne Zweifel im Zeichen des Tourbus’. Und eigentlich hatte ich gehofft, die Finnen bereits im April als Support von Katatonia live zu sehen. Damals war es dann das erste Konzert der Tour ohne STS. Umso fester war der Entschluß, beim Tourstart für die letzte Runde vor einer angekündigten längeren Pause dabei zu sein.

Um ohne eigenes Fahrzeug zum Steinbruch-Theater in Mühltal zu gelangen, bedarf es einiger Kenntnisse bezüglich des öffentlichen Nahverkehrs, insbesondere bei Bussen und Bahnen um Darmstadt. Ganze vier Mal durfte ich auf dem Weg vom Büro zur Veranstaltung das Verkehrsmittel wechseln, auf dem Rückweg nach Frankfurt genauso oft, allerdings nur, weil am Ende ein Taxi genommen und damit zwei Etappen übersprungen habe. Der Club ist ziemlich gut gesichert, dicke Stahldrehtüren regeln den Ein- und Ausgang. Panik sollte hier besser nicht ausbrechen, wobei ich aber einen zusätzlichen Notausgang vermute.

Auf der Bühne am Ende des kleinen Saals machten sich die Musiker von Mar de Grises gerade an den letzten Soundcheck und starteten direkt mit ihrem Set. Mir bisher unbekannt konnten sie mich sofort für ihre Musik begeistern. Ihren “Post Doom Metal From The End Of The World” trugen sie engagiert vor und auch wenn der Drummer zwischendurch etwas erschöpft wirkte, war die Vorstellung solide und brachte mich dazu, das aktuelle Album “Streams Inwards” zu erwerben. Wiedermal konnte ich eine interessante Band als Support kennenlernen.

Interessant war auch Vorband Nummer Zwei, die ich ebenfalls bisher nur vom Lesen kannte. Experimenteller als ihre Vorgänger und mit viel Nebel rangen Sólstafir um die Gunst des Publikums, das schnell auf der Seite der Band war und sogar mit vereinzeltem Headbangen auffiel. Mir gefiel der Auftritt recht gut, wenngleich mir hier der Liveeindruck genügt hat.

Eine kurze Pause und ein Bierchen später war es dann soweit, Swallow the Sun hatten ihren Auftritt. Auf einer noch spärlicher beleuchteten Bühne als vorher. Zu sehen war kaum etwas. Ob es Absicht war, kann ich nicht sagen, aber so schlimm war es am Ende nicht. Ich stand ohnehin die meiste Zeit mit geschlossenen Augen da und genoß die Musik. Mit einem Querschnitt über das bisherige Schaffen unter besonderer Berücksichtigung des aktuellen Albums “New Moon” gab es alles, was ich hören wollte und auch den anderen im Club gefiel das Konzert offensichtlich sehr gut.

Bei Playlists bin ich ja nicht so weit vorn, und auch bei den Zugaben kann ich nicht mehr genau sagen, ob es eine oder zwei gab, denn ich machte mich schon langsam bereit für den Rückweg. Noch kurz die Einkäufe am Merchandisingstand erledigen, an dem die Jungs von Mar de Grises selbst verkauften und dann ging es mit den (hoffentlich) letzten Klängen von Swallow the Sun zur Bushaltestelle. Die Fahrerei nehm ich auch beim nexten Mal für diese Bands gern in Kauf, es war mal wieder ein gelungener Mittwochabend.

Dank u wel.

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