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The Gathering Tryout Gig Heerlen (de)

von AK-74

The Gathering live

The Gathering live

Darauf habe ich lange gewartet. Und nicht nur ich war gespannt auf das erste Konzert von The Gathering nach dem Einstieg von Silje Wergeland und zwei vergangenen Jahren. Eines gleich vorweg, auch wenn es nahe liegt, werde ich versuchen möglichst keine Vergleiche ziehen.

Nach der Bekanntgabe der Termine für die Tryout Gigs in Heerlen und Puurmerend waren die Fans in aller Welt irgendwie in Aufregung, es wurden Pläne für die Reisen und Treffen geschmiedet. Und auch ich musste natürlich dabei sein. Leider nur bei der ersten der beiden Shows. Und dafür ging es mal wieder nach Holland, mit gebuchtem Hotel, Onlineticket für Bahn und Konzert in der Tasche machte ich mich auf den Weg nach Heerlen.

Das Hotelzimmer im Amrath Max war so winzig, dass man es als Bett mit Wänden drumherum bezeichnen kann, aber es war ja nur für eine Nacht und recht günstig. Dafür hatte ich einen echt kurzen Weg zum Popodium Nieuwe Nor wo das Konzert stattfinden sollte.

Und dort angekommen traf ich direkt auf Faridee aus Mexiko und Marcela, Sängerin bei Stream of Passion und eine der Gastsängerinnen auf “The West Pole”. Es ist doch immer wieder eine Freude, die Fans zu treffen, die man aus dem Netz schon länger kennt. Und nach einem kleinen Plausch ging es dann auch schon hinein in den Club. Inzwischen waren auch Mariska und Michael eingetroffen, mit denen es endlich das erste kalte Bierchen von der Bar gab. Allerdings waren die Becher diesmal so klein, dass man wirklich von bierCHEN sprechen kann. Wir waren aber sowieso wegen der Musik hier.

Um diese in gebührendem Maße zu geniessen bezogen wir Plätze in den vorderen Reihen, leicht versetzt nach links, natürlich versuchend nicht hinter besonders großen Herren zu stehen. Davon gab es einige. Da wir ne Menge zu erzählen hatten, störte auch die etwas längere Wartezeit nicht so sehr.

Silje & Marjolein

Silje & Marjolein

Als die vorüber war und The Gathering auf die Bühne kamen, brach Jubel im ganzen Saal aus. Mit dem Instrumental “When Trust Becomes Sound” begann die Show genau wie das aktuelle Album. Gespielt wurden die Instrumente von allen Musikern inklusive Silje, die am Keyboard bereits mit auf der Bühne stand. Im Anschluss jedoch trat sie ans Mikrofon und gab mit “Treasure” ihren Einstand auf der Livebühne bei The Gathering. Eine gewisse Nervosität war sicher vorhanden, aber das Publikum nahm sie herzlich auf.

Nach dem ebenfalls vom aktuellen Album entnommenen “No One Spoke” sollte der erste alte Song nochmals für Spannung sorgen. Und Silje meisterte “Great Ocean Road”. Es gab anerkennende Silje-Rufe aus dem Saal, und das tat offensichtlich allen Akteuren gut.

Eine Mischung aus alten und neuen Songs folgte und irgendwann konnte ich nicht anders, als mich der Musik hingeben und feiern. Um mich herum passierte ohnehin mit allen das Gleiche. Mit jeden Song steigerte sich die Begeisterung, “Analog Park” sorgte für ein wohliges Kribbeln unter der Haut, genauso wie auch “Leaves” davor.

René

René

Die neuen Songs zwischen den alten waren stimmig verteilt, “All You Are” reihte sich gut ein. Als letzte Songs des “regulären Konzertes” wurden “Saturnine” und “Travel” geboten, die beide sicher unheimlich schwierig zu singen sind. Vor allem, weil sie nach Last.fm zu urteilen die meistgespielten Songs von The Gathering sind und damit die Erwartungshaltung besonders groß ist.

Schon relativ zeitig am Abend war ich nicht mehr fähig, die Kamera zu bedienen, und das änderte auch die folgende Pause nicht. So wie ich es von früheren Konzerten der Band kannte, war ich gepackt und benommen zugleich und konnte es nicht erwarten, dass die Künsteler zurück kamen und weiterspielten.

Das taten sie mit “Marooned” und “No Bird Call” und wieder stand ich da und genoss die Musik mit geschlossenen Augen. Leider kam nun der letzte Song, das Titelstück des aktuellen Albums “The West Pole”.


Video “The West Pole” live in Heerlen by paulhoeks

Nach der Show fiel es den meisten nicht leicht, den Saal zu verlassen, und es war auch sehr schön, die Freunde zu treffen und über das Konzert zu sprechen. Die Tränen von Faridee und ihre trotzdem überaus gute Laune sollten als Maßstab ganz gut geeignet sein. Es war ein Hammerkonzert! Und das wurde nun noch ein bischen gefeiert, die Bandmitglieder kamen selbst noch nach draussen und gaben Gelegenheit für ein kleines Gespräch.

Bis zum Schliessen der Bar standen überall kleine Grüppchen herum, ich habe Tatiana und ihre Freundin getroffen und mit Mexikanern Bier getrunken. Und mit dem Heimweg ging ein wirklich großartiger Abend zu Ende. Erschöpft aber glücklich fiel ich in dem winzigen Hotelzimmer ins Bett.

Die Heimreise von Heerlen trat ich dann bei Regen in die gefühlt falsche Richtung an, da ja die zweite Show anstand, zu der ich nun doch nicht fuhr. Aber im Juli auf dem Amphi-Festival werde ich The Gathering das nexte Mal sehen.

Dank u wel.

Comments

Pingback from knueppelknecht » Das hat schon ganz gut gekracht – meine Alben des Jahres 2009
Time 31 December 2009 at 17:27

[...] es endlich da war, was soll ich sagen, war ich zufrieden. Ein echtes The Gathering Album, und auch live funktionierten die Holländer sehr [...]

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