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Jägermeister Rock:Liga 2008 Wiesbaden

von AK-74

Die Jägermeister Rock:Liga macht in der Saison 2008/2009 ihre 5. Runde durch die Republik dabei aber erstmals Halt in Wiesbaden. Für die Gruppe A galt es, den Schlachthof zu rocken. Also Ticket besorgt, in die S-Bahn, dank Kulturticket “for free” nach Wiesbaden. Irgendwie war ich wohl etwas früh da, die Tore blieben noch eine ganze Weile geschlossen. Leider, denn der Herbst wird doch schon etwas kühl..

Den Schlachthof selbst kannte ich bisher noch nicht, war aber dann doch recht angetan. Die räumliche Aufteilung lässt ne Menge Spielraum und bietet einem breiten Publikum Platz. Neben den obligatorischen Bars fanden sich die Merchandingstände unter Belagerung.

Schlachthof Wiesbaden

Los gings recht spät, mag sein, dass das so geplant war, aber ich hätte gut anderthalb Stunden später losfahren können ohne irgendwas zu verpassen.. Naja, es ging ja los.

Als erste Band des Abends eröffneten Die Mannequin. Natürlich habe ich mich ein wenig vorbereitet, allerdings nicht auf die spärlich Bekleidung der Sängerin Care Failure. Stiefel, Strumpfhose und Tanktop, das wars.. Ok, nen Gürtel gabs noch..

Gespielt wurde dann rau und schnell, die Instrumente schonen sieht anders aus. Eine Gruppe Fans ließ denn auch der Tanzlust freien Lauf, was Frau Failure durch Mitmachen im Saal honorierte.. Manch einer würde vielleicht sagen krank, ich beschränke mich auf schräg, obwohl im Laufe der 45minütigen Show dann auch die Hosen des Drummers fielen..

Zum Finale gabs noch nen Rollentausch, Drummer spielt Gitarre und Sängerin drischt auf Drums, bis die Band von der Bühne gebeten, naja wohl eher begleitet wird.. Auf jeden Fall waren DM ne Überraschung und mal wieder der Beweis, dass manche Bands einfach live erlebt werden müssen..

Pause, Bier.. Danke..

Die Zweiten sollten die neue Band von Captain Poon, dem ehemaligen Gitarristen von Gluecifer, sein. Die Bloodlights glänzten vor Beginn der Konzerte durch umfangreiches Fanmaterial am Verkaufsstand. Auf der Bühne dann bemühten sie sich, dem Anspruch des Abends gerecht zu werden, so recht wollte aber scheinbar der Funke nicht überspringen. Solider Rock ohne Schnickschnack, dafür in knallengen Jeans und dem einen oder anderen Gitarrensolo.. Nicht spektakulär und auch gut aus der Ferne zu beobachten. Also schonmal die Bierpause vorziehen..

Pause, nochmal Bier.. Danke..

Natürlich musste zwischen den Bands umgebaut werden, das geschah aber recht gut durchdacht, so standen die Instrumente aller Bands schon zu Beginn auf der Bühne und wurden von vorn nach hinten abgeräumt.. Dabei trat das umfangreichste Schlagzeug des Abends zu Tage.

Oceansize

Dieses wurde denn auch von Oceansize ausgiebig benutzt. Es hat ordentlich gescheppert. Dank meiner anfänglichen Position, zugegeben recht ungünstig vor der Box gewählt, fiel dann das Gehör auf der rechten Seite ein wenig aus. Die Show von Oceansize war dennoch erwartet gut, obwohl natürlich 45 Minuten für eine Band mit regulären Titellängen jenseits der 7 Minuten zunext kurz erscheinen. Songs werden geschickt aufgebaut, immer ist eine klare Struktur erkennbar und Spielfreude sowieso. Die meisten Besucher waren wohl auch für diese Band in den Schlachthof gekommen. Und das zu Recht.

Am Ende applaudierte das Publikum Oceansize vor Die Mannequin auf den ersten Platz. Damit fand dann auch der Wettkampf in Wiesbaden ein Ende. Wegen der S-Bahnfahrt nach FFM blieb nun etwas Zeit für die eine oder andere Unterhaltung und ein Abschlussbierchen.

Die erste Veranstaltung im Schlachthof hat nun gehörig Lust auf mehr gemacht, hier werd ich wohl wieder herkommen..

Dank u wel.

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